Beobachtung der Geminiden 2025

Neben den Perseiden, die mit vielen Sternschnuppen um den 12. August jedes Jahres die Menschen in den Bann ziehen, gibt es einen weiteren bemerkenswerten Meteorstrom, der im Monat Dezember zu beobachten ist. Die Geminiden. Jedes Jahr im Dezember kreuzt die Erde die Bahn einer vom Asteroiden (3200) Phaethon ausgehende Partikelwolke. Der scheinbare Ausgangspunkt der Meteore am Himmel, der Radiant, liegt nahe Castor, dem Hauptstern des Sternbildsp Zwillinge. Aufgrund einer hohen Fallrate, der ZHR (Zenithal Hourly Rate) von bis zu 140 Meteoren in der Stunde sind die Geminiden bisweilen der stärkste Meteorstrom des Jahres. Zum Zeitpunkt des während der gesamten Nacht beobachtbaren Maximums vom 13. zum 14. Dezember sind es mindestens zwischen 30 – 60 Meteore.

Die Beobachtung dieses Ereignisses ist recht einfach. Es braucht kein Teleskop oder Fernglas. Es genügt ein dunkler Platz mit freiem Blick zum Himmel mit möglichst wenig Fremdlicht. Da mit Beginn der Dunkelheit das Sternbild Zwillinge im Osten aufgeht, sollte man die Beobachtung am Osthimmel beginnen und dabei auch nach Nordost, Südost bzw. in den Zenit schauen. Im Laufe der Nacht bewegt sich der Radiant wie alle Gestirne über den Meridian (Süden) nach Westen. Dabei erreicht der Radiant gegen Mitternacht eine Höhe von 57 Grad über dem Horizont. Die höchste Fallrate tritt gegen Mitternacht auf. Wegen der Struktur der Partikelwolke treten die helleren Meteore gehäuft nach dem Maximum auf. Das heißt für den Beobachter Nachtschicht.

In diesem Jahr konnte ich erst in der Nacht vom 14. zum 15. Dezember meine Beobachtung der Geminiden durchführen. Fast hätte ich dieses Ereignis gar nicht beobachtet, wäre da nicht ein sehr heller und lange sichtbarer Meteor gewesen, der uns auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt daran erinnerte. Die Beobachtung führte ich auf dem heimischen Balkon mit meiner Canon EOS 6D Mark II und dem EF 24/105 L-Objektiv mit 24 mm Brennweite durch. Die Blende wurde auf f/4.5, die ISO-Zahl auf 2000 und die Belichtungszeit auf 15s eingestellt. Ein Intervall-Timer sorgte für 255 Aufnahmen bei der zweieinhalbstündige Session. Diese wurden am nächsten Tag ausgewertet. Sechs gut sichtbare Meteore konnten in dieser Zeit sicher den Geminiden zugeordnet werden. Ein Ergebnis seht Ihr unter dem Text. Weitere folgen.

Veröffentlicht von funastro63

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