Nach einer längeren Zeit der visuellen Beobachtung des Sternhimmels (die Beobachtung mit Auge und Teleskop) mit meinem 8″ Meade-Lightbridge Dobson, habe ich ab dem Jahr 2009 im Zuge der Epsilon-Auriga-Kampagne (Bedeckung eines hellen Sterns im Sternbild Fuhrmann durch seinen direkten Begleiter) begonnen, mich für die veränderlichen Sterne zu interessieren.
Diese Sterne ändern aufgrund verschiedener Einflüsse ihre Helligkeit. Das kann durch die Bedeckung gegenseitige Bedeckung von Sternen in einem Doppelsternsystem erfolgen oder durch physikalische Prozesse im Innern eines Sterns selbst. Diese Veränderungen im hier ankommenden Licht geschehen manchmal regelmäßig (Bedeckungsveränderliche, Pulsationsveränderliche), manchmal nur einmalig und sehr plötzlich (Novae, Supernovae), manchmal sehr langsam oder vielleicht nur sehr selten (langperiodisch Veränderliche).
Die Beobachtung kann visuell oder durch Kameras (CCD-Kameras oder DSLR) erfolgen. Auf jeden Fall wird die Intensität des Sternenlichts gemessen und mit anderen, nicht veränderlichen Sternen verglichen. Daraus resultieren Messwerte, die zum einen den Verlauf des Lichtwechsels dokumentieren und zum anderen den Zeitpunkt eines Helligkeitsminimums oder -maximums bestimmen lassen. Das heißt auch, dass man sich mit den dahinter steckenden Prozessen auseinandersetzt, Messungen auswertet und dann auch der Wissenschaft zur Verfügung stellt.
Nachfolgend deswegen auch wissenschaftliche Ergebnisse, an denen ich beteiligt war. Diese wurden allesamt in Namibia mit Teleskopen der Astrofarm Tivoli oder unserer dortigen Sternwarte Drebach-South erzielt. Da die Sternwarte Oberwiesenthal noch sehr jung ist, konnten noch nicht viele Beobachtungen diesbezüglich durchgeführt werden (Pendler…Hauptfaktor ist ja immer Zeit!).
Veröffentlichungen
Wenn man etwas tiefer in das Hobby einsteigt, bspw. indem man sich auch wissenschaftlich relevanten Themen zuwendet, steigt auch die Chance wirkliche kleine Beiträge dafür zu leisten. Da ich sehr gerne veränderliche Sterne beobachte, die Ergebnisse der Wissenschaft über die AAVSO zur Verfügung stelle, werden diese Daten auch für Auswertungen, Forschungsarbeiten und -projekte genutzt. So eine solche Forschungsarbeit publiziert wird, kann man wegen der Bereitstellung von Beobachtungsdaten auch als Co-Autor geführt werden. Nachfolgend findet Ihr die Links zu Arbeiten, in denen ich als Co-Autor genannt bin.