Visuell

Visuell? Das bedeutet „mit dem Auge“. Gemeint ist die Betrachtung bzw. Beobachtung der Objekte des Sternhimmels mittels Teleskop und dem Auge (den Augen). Ohne fotografische Hilfsmittel! Man schaut also durch sein Teleskop. So startet man eigentlich als Anfänger in dieses schöne Hobby. Die ersten Schritte in der Astronomie habe ich auch so gemacht. So Anfang der 1980er Jahre als Lehrling mit meinem selbstgebastelten Brillenglasrefraktor aus dem Zimmerfenster,. Später, nach meinem astronomischen „Neustart“ mit einem 8″ f/6 Meade-Dobson im Erzgebirge.

Natürlich sieht man nicht die bunten Bilder der Astrofotografen. Die Erwartungen soll man hier nicht allzu hoch schrauben. Visuelle Beobachtung ist einerseits ein Erlebnis, andererseits aber auch die Herausforderung. Hier geht man an die Grenzen des Möglichen von Auge und Instrumentarium. Vor allem bei der Beobachtung des „tiefen Himmels“ des „Deep Sky“ sind Geduld gepaart mit der gute atmosphärischen Bedingungen die Herausforderung. Schon das Aufsuchen bzw. das Finden der Objekte ist manchmal schwierig. Aber der Genuss des Entdeckens und des Sehens, die Freude über das Erreichte wiegen die Anstrengungen allemal auf

Oft kehre ich auch heute noch zu meinen Wurzeln, die in der visuellen Beobachtung liegen, zurück. Gerade wenn nicht viel Zeit für eine Beobachtungssession ist, nutze ich die wenige Zeit lieber für den Blick zu den Sternen als für den Kampf der manchmal tückischen Technik bei der Astrofotografie. Ich beobachte visuell Deep-Sky-Objekte wie Doppelsterne, Planetarische Nebel, Reflexions- und Emissionsnebel, Sternhaufen und Galaxien. Aber auch Sonne (mit entsprechender Filterung), Mond und Planeten. Manchmal wird auch gezeichnet. Eine andere Form der Dokumentation des Gesehenen. Auf alle Fälle notiere ich mir immer, was in welcher Nacht beobachtet wurde. Obwohl ich das nun schon 24 Jahre wieder mehr oder weniger intensiv betreibe, habe ich längst nicht alles gesehen. Da draußen gibt es noch vieles zu entdecken.

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